Girls' Day und Boys' Day am LIV
Am 23. April 2026 öffnete das Leibniz Institut für Virologie (LIV) in Hamburg erneut seine Türen für den Girls' Day & Boys' Day. Der bundesweite Aktionstag soll Schüler*innen dazu ermutigen, Berufe und Forschungsfelder kennenzulernen, in denen ihr Geschlecht bislang unterrepräsentiert ist. Am LIV bedeutete das vor allem: ein Vormittag zwischen Mikroskopen, Pipetten – und jeder Menge Neugier.
Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Praxis. Den Auftakt bildete ein Besuch in unserer Technologieplattform für Hochdurchsatz-Sequenzierung, die state-of-the-art Methoden und Expertise bereitstellt, um damit unter anderem die Identifizierung bekannter und neuartiger Erreger in klinischen Proben zu ermöglichen. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dabei einen Einblick in moderne Verfahren der Genomforschung.
Im Anschluss daran konnten die Teilnehmenden in vier zuvor gewählten Stationen verschiedene Bereiche des Instituts näher kennenlernen und dort selbst aktiv werden.
In unserer Technologieplattform „Mikroskopie und Bildanalyse“, die ein breites Spektrum an Licht- und Elektronenmikroskopen zur Untersuchung von Virusinfektionen in zellulären Systemen und Geweben anbietet, erhielten die Schüler*innen Einblicke in die Darstellung von Virusinfektionen auf zellulärer Ebene und in moderne Bildgebungsverfahren der Forschung.
Mit der Forschungsgruppe Emerging Viruses extrahierten sie DNA aus Obst – ein einfaches, aber eindrucksvolles Experiment, das grundlegende Prinzipien der Molekularbiologie vermittelte.
Etwas technischer wurde es bei der Forschungsgruppe Virusgenomik: Hier führten die Teilnehmenden selbst eine Gelelektrophorese durch, ein Standardverfahren, mit dem sich DNA-Fragmente sichtbar machen lassen.
Wie Forschung unter höchsten Sicherheitsstandards funktioniert, zeigte die Forschungsgruppe Virale Zoonosen – One Health gemeinsam mit der Leitung des BSL-3-Labors. Dabei ging es um Schutzmaßnahmen und darum, wie mit potenziell gefährlichen Erregern verantwortungsvoll und sicher gearbeitet wird.
Auch die Kreativität kam nicht zu kurz: Beim Basteln von Virusmodellen konnten die Teilnehmenden die Strukturen verschiedener Viren – wie Dengue-, Adeno- oder HI-Viren – anschaulich kennenlernen und besser verstehen. Mit viel Neugier und Experimentierfreude tauchten die Jugendlichen in den Forschungsalltag am LIV ein. Ein Vormittag, der hoffentlich zur weiteren Begeisterung für Naturwissenschaften beigetragen hat.
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