Young Scientist Retreat 2026
Wie sieht ein wissenschaftliches Retreat aus, wenn nicht nur die Forschung, sondern auch persönlicher Austausch, Karrierewege und die Vernetzung unter Nachwuchswissenschaftler:innen im Mittelpunkt stehen? Beim diesjährigen Young Scientist Retreat kamen PhDs und PIs zusammen, um für zwei Tage aus dem gewohnten Forschungsalltag herauszutreten, neue Perspektiven auf die eigene Arbeit zu gewinnen und sich über Forschungsbereiche hinweg auszutauschen. Was die PhD-Studierenden dabei erlebt haben, welche Programmpunkte ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind und warum der persönliche Austausch für sie eine wichtige Ergänzung zum Forschungsalltag ist, erzählen sie in ihrem Rückblick auf die zwei gemeinsamen Tage.
Zwei Tage für Austausch, neue Perspektiven und Vernetzung
Ein Beitrag von Katharina Budde, PhD-Repräsentantin und Doktorandin in der Abteilung Viral Zoonosen - One Health.
Zwei Tage raus aus dem gewohnten Forschungsalltag, neue Perspektiven auf die eigene Wissenschaft gewinnen und vor allem: sich mit anderen Young Scientists vernetzen. Genau darum ging es bei unserem diesjährigen Young Scientist Retreat im Hotel Gut Schönworth.
Gestartet sind wir mit einem gemeinsamen Lunch, bei dem zunächst Zeit zum Ankommen, Kennenlernen und Austauschen war. Anschließend begann das Programm mit „Science meets Art“. In kleinen Gruppen stellten wir unsere Forschungsprojekte nicht mit Folien, sondern mit Stift und Papier dar. Dabei entstanden ganz unterschiedliche und kreative Darstellungen unserer Forschung
Diese etwas andere Art der Wissenschaftskommunikation war nicht nur eine willkommene Abwechslung, sondern hat uns auch ermöglicht, die eigene Forschung aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und die Projekte der anderen Young Scientists auf eine ganz neue Art kennenzulernen.
Darauf folgten spannende Vorträge von Kathrin Sutter, Christina Karsten und Christin Müller-Ruttloff. Besonders wertvoll war dabei, dass neben den wissenschaftlichen Inhalten auch die persönlichen Karrierewege der Vortragenden im Mittelpunkt standen. Die unterschiedlichen Wege in die Forschung haben eindrucksvoll gezeigt, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt – und dass auch Umwege Teil einer wissenschaftlichen Karriere sein können.
Zwischen den Programmpunkten sorgte eine kurze Yoga-Session für eine aktive Pause und neue Energie.
Nach dem Einchecken und einem gemeinsamen Dinner stand am Abend die Social Night mit unseren „Science Olympics“ auf dem Programm. In acht kleinen Spielen traten vier Teams gegeneinander an, unter anderem beim „Mund-Pipettieren“ oder beim möglichst schnellen Anziehen der Laborkleidung. Eineinhalb Stunden lang wurde gelacht, angefeuert und natürlich auch mit ein wenig wissenschaftlichem Ehrgeiz um den Sieg gekämpft. Am Ende wurden die Gewinnerteams im Rahmen einer kleinen Siegerehrung mit Preisen ausgezeichnet, die unter tosendem Applaus entgegengenommen wurden. Anschließend konnte der Abend bei Musik, Tanz und vielen guten Gesprächen ausklingen.
Der zweite Tag startete mit einem von zwei Workshops der Firma „Scienza Science Coaching“, aus denen die Doktorand:innen wählen konnten: Dealing with Conflicts oder Completing a PhD. Die Workshops boten die Möglichkeit, sich intensiver mit Themen wie Conflict Management oder der Frage, wie man den eigenen PhD erfolgreich abschließt, auseinanderzusetzen und damit auch mit Herausforderungen, die über die reine Forschung hinausgehen.
Abgerundet wurde das Retreat durch drei weitere spannende Vorträge von Toni Meister, Philipp Kolb und Frauke Müksch. Auch hier erhielten wir interessante Einblicke in verschiedene Forschungsbereiche sowie persönliche Erfahrungen, Karrierewege und wertvolle Tipps für den eigenen Weg in der Wissenschaft.Nach zwei intensiven, inspirierenden und abwechslungsreichen Tagen ging es schließlich für alle wieder zurück nach Hamburg.
Unser Fazit: Der Young Scientist Retreat war ein voller Erfolg.
Wir konnten für zwei Tage aus unserem gewohnten Forschungsumfeld heraustreten, neue Perspektiven gewinnen und uns intensiv mit anderen PhDs und PIs austauschen. Besonders wertvoll war dabei die Verbindung zwischen den Doktorand:innen: Der Austausch über unterschiedliche Forschungsbereiche, Erfahrungen und Herausforderungen hat nicht nur neue Impulse für die eigene Forschung gegeben, sondern auch die Vernetzung innerhalb unserer Young-Scientist-Community gestärkt.
Ein herzliches Dankeschön an die BNE Stiftung für ihre großzügige Unterstützung. Ohne diese Förderung wäre die Durchführung dieses Retreats in dieser Form nicht möglich gewesen. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit, gemeinsam zwei so bereichernde Tage verbringen zu können. Wir freuen uns schon auf das nächste gemeinsame Event mit allen PhDs!
About the Young Scientist Retreat
Das Young Scientist Retreat findet zweimal jährlich statt und wird von und für Doktorandinnen, Doktoranden, Postdoktorandinnen und Postdoktoranden gestaltet. Es bringt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zusammen, um an karriereorientierten Workshops und Vorträgen teilzunehmen, die eigene Forschung zu präsentieren und zu diskutieren sowie sich fachübergreifend auszutauschen. Im Austausch mit eingeladenen Expertinnen und Experten sowie anderen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern bietet das Retreat Raum, Netzwerke aufzubauen, Erfahrungen zu teilen und wertvolle Impulse für die wissenschaftliche und berufliche Entwicklung zu gewinnen.
Das Young Scientist Retreat ist Teil der Trainings- und Weiterbildungsangebote der Graduiertenschule des LIV für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.
Kontakt
Doktorandin
E-Mail: katharina.budde@leibniz-liv.de
Doktorand
E-Mail: cedric.mahncke@leibniz-liv.de
Doktorandin
Telefon: 040 48051-276
E-Mail: marie.vollmost@leibniz-liv.de
Doktorandin
E-Mail: jule.russow@leibniz-liv.de

