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Qualität trotz knapper Ressourcen:Hans-Olaf Henkel und Wissenschaftssenator Dräger besuchten das Heinrich-Pette-Institut

Wednesday, 14. November 2001

Als erstes Forschungsinstitut in Hamburg besuchte Senator Jörg Dräger das HPI. Anlass war der Besuch von Hans-Olaf Henkel, der seit Juli amtierender Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz (WGL) ist.

 

"Die wissenschaftliche Leistungsbilanz des HPI ist beeindruckend", betonte Dräger. Henkel wies jedoch auch auf aktuelle Probleme des HPI hin: "Das Forschungsinstitut platzt aus allen Nähten." Abhilfe könne nur der geplante Neubau schaffen, dessen Finanzierung jedoch noch nicht gesichert sei.

Nach einem allgemeinen, einführenden Gespräch präsentierte das international anerkannte virologische Institut seinen Gästen exemplarisch zwei Bereiche: Die Elektronenmikroskopie, die eng mit den virologischen und immunologischen Abteilungen zusammenarbeitet, sowie die jüngste Unternehmensausgründung CCS Cell Culture Service GmbH. Für die beiden Besucher, für die Wissenschaft und Wettbewerb keine Widersprüche sind, war das konkrete Beispiel einer "Start-Up-Firma", die den Brückenschlag zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung vollzogen hat, besonders interessant.

Nach diesem knappen Einblick in die praktische Forschungsarbeit hatten Jörg Dräger und Hans-Olaf Henkel die Gelegenheit zu einer kurzen Diskussion mit den wissenschaftlichen Leitern des Instituts. Hier konnten sie einmal mehr erfahren, mit welchen Problemen die Forscher zu tun haben - besonders die finanzielle Situation aufgrund der Sparbeschlüsse der letzten Jahre und die räumliche Enge. Senator Dräger machte den Wissenschaftlern Mut. Das HPI sei aufgrund seines internationalen Renomées ein Aushängeschild für den Wissenschaftsstandort Hamburg und liege ihm daher besonders am Herzen.