Ein Interview mit Jule Alina-Russow

PhD-Repräsentantin seit 2025

Jule Alina-Russow ist seit 2025 PhD-Repräsentantin. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit der Rolle langer nicht-kodierender RNAs bei Coronavirus-Infektionen und der Immunkontrolle. Wir haben sie besucht und mit ihr über ihre Promotion und ihre Rolle am LIV gesprochen.

Was motiviert dich, an Viren zu forschen? Was ist dein Forschungsthema und warum interessiert dich das besonders?

Die letzte Pandemie hat uns allen vor Augen geführt, dass Coronaviren ein erhebliches Risiko für die menschliche Bevölkerung darstellen – insbesondere durch hochpathogene Vertreter wie SARS-CoV-2. In unserer Forschungsgruppe „Emerging Viruses“ fokussieren wir uns auf ein tieferes Verständnis des komplexen Zusammenspiels zwischen diesen Viren und ihren Wirten, insbesondere RNA-Viren wie Coronaviren und Flaviviren. Ich interessiere mich für die Identifizierung und Charakterisierung von langen nicht-kodierenden RNAs im Zusammenhang mit der Coronavirus Infektion und der Immunkontrolle. Ziel ist es, neue Ansätze für therapeutische Interventionen zu entwickeln und damit einen Beitrag zur Vorbereitung auf zukünftige virale Herausforderungen zu leisten.

Was war bisher der spannendste Moment in deiner Promotion?

Als PhD student am LIV ist man ganz nah an der aktuellen Virusforschung. In wöchentlichen Seminaren und Vorlesungen haben wir die Möglichkeit, die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und uns intensiv auszutauschen. Darüber hinaus profitieren wir von einer hochmodernen Technologieplattform, die es uns ermöglicht, mit den neuesten Methoden zu arbeiten und noch tiefer in unsere Forschung einzutauchen.

Was ist die Aufgabe eines PhD-Repräsentanten?

Als PhD-Repräsentantin vertrete ich die Interessen der Promovierenden, habe ein offenes Ohr für ihre Anliegen und setze mich dafür ein, die Promotionsbedingungen weiter zu verbessern. Mein Ziel ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem wir alle unsere Promotion erfolgreich und gerne voranbringen können.

Was ist dir persönlich in dieser Funktion besonders wichtig?

Mir ist es wichtig, eine verlässliche Ansprechperson für alle Doktoranden zu sein und sie auf ihrem Weg zur Promotion bestmöglich zu unterstützen. Darüber hinaus möchte ich den Zusammenhalt unter uns stärken, indem wir gemeinsam Aktivitäten wie Spieleabende, Retreats und Seminare organisieren und planen.