AG Infektion & Immunregulation

Die Arbeitsgruppe untersucht in 3D-Organoid-Modellen und durch funktionelle Analyse humaner Immunzellen wie nicht-klassische HLA-I-Moleküle antivirale Immunantworten und die chronische Inflammation nach HIV-Infektion beeinflussen.  

Gruppenfoto der Arbeitsgruppe Infektion & Immunregulation© Gisela Köhler
Zerebrale Organoidkultur (©Leonore Mensching),  tSNE-Plot von NK Zellen (© Leonore Mensching), Durchflusszytometrie HIV-1 infizierter CD4+ T Zellen (©Angelique Hölzemer).

Zerebrale Organoidkultur (©Leonore Mensching), tSNE-Plot von NK Zellen (© Leonore Mensching), Durchflusszytometrie HIV-1 infizierter CD4+ T Zellen (©Angelique Hölzemer).

Durch die Präsentation von Viruspeptiden auf der Oberfläche infizierter Zellen, aktivieren Moleküle des Humanen Leukozytenantigen-System der Klasse I (HLA-I) die antivirale Immunantwort, während sie unter gesunden Bedingungen die Selbsttoleranz aufrechterhalten. Nicht-klassische HLA-I-Moleküle (HLA-F, HLA-E und HLA-G) beeinflussen angeborene und adaptive Immunantworten durch Mechanismen, die über eine Antigenpräsentation hinausgehen.  

Die Arbeitsgruppe untersucht, wie nicht-klassische HLA-I-Moleküle unter entzündlichen Bedingungen und bei Virusinfektionen hochreguliert werden, wobei sie sich insbesondere auf die Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) konzentriert. Weiterhin untersucht die Gruppe, wie HLA-F and HLA-E die Funktion von zytotoxischen Effektorzellen wie Natürlichen Killerzellen und CD8+ T-Zellen im peripheren Blut sowie im tolerogenen Milieu der Leber modulieren. Hier können Toleranzmechanismen zu ineffektiver antiviraler Immunantwort führen, sind aber notwendig, um autoimmune Lebererkrankungen zu verhindern. Für ihre Studien konzentriert sich die Arbeitsgruppe auf humane Kultursysteme wie 3D-Organoidmodelle der Leber und die funktionelle Untersuchung von Immunzellen aus Patientenkohorten und gesunden Individuen.  

Durch persistierende Inflammation haben HIV-infizierte Personen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer HIV-assoziierten Neurodegeneration. Als zweiten Forschungsschwerpunkt untersucht die Gruppe die entzündlichen Veränderungen im zentralen Nervensystem, die durch eine HIV-1-Infektion ausgelöst werden. Die HIV-Infektion von Makrophagen und Mikroglia wird mithilfe von humanen zerebralen Organoid-Kulturen untersucht, die aus induzierten pluripotenten Stammzellen differenziert werden. Diese Neuro-Immun-3D-Kulturen bestehen aus Neuronen und Gliazellen und ermöglichen es, den direkten Zusammenhang zwischen aktivierter Mikroglia und neuronaler Schädigung zu erforschen. 

Aktuelle Forschungsprojekte

  • Regulation von T-Zellen durch Natürliche Killerzellen in der HIV-1-Infektion
  • Mikroglia in HIV-1-assoziierter Neurodegeneration
  • Die Rolle von HLA-F in Leberinflammation und –infektion
  • Der Einfluss von HLA-F and HLA-E auf die HIV-1 spezifische Immunantwort

Mitarbeitende

Kontakt

Dr. Dr. Angelique Hölzemer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Gast)

Telefon: 040 48051-224

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